Der Anhörungsbogen im Bußgeldverfahren

Anhörungsbogen – was nun?

Einmal unbemerkt zu schnell gefahren, den Abstand nicht eingehalten, ein Rotlicht übersehen oder am Steuer telefoniert – und schon halten Sie verblüfft einen Anhörungsbogen in den Händen. Dieser ist Teil des Vorverfahrens bei einem Bußgeldverfahren und kommt in der Regel vor der Zustellung des Bußgeldbescheids auf postalischem Wege zu Ihnen nach Hause. Welche Details beim Anhörungsbogen von Bedeutung sind, soll im Folgenden unter die Lupe genommen werden.

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Die Anhörung – darauf sollten Sie achten!

Ein Anhörungsbogen verschafft dem vermeintlichen Verursacher eines Verstoßes im Straßenverkehr rechtliches Gehör – also die Möglichkeit, sich zu dem Vorwurf der Bußgeldstelle oder Polizeibehörde zu äußern. Aber Vorsicht! Machen Sie beim Ausfüllen des Anhörungsbogens keine Angaben zum Tathergang, die Sie selbst belasten könnten. Ein frühes Schuldeingeständnis verringert später die Chance auf Strafminderung oder Einstellung des Verfahrens. Grundsätzlich gilt:

  • Sie haben das Recht zu schweigen. Lediglich Angaben zu den persönlichen Daten wie Ihren vollständigen Namen, Ihre Wohnanschrift sowie Geburtsdatum und Geburtsort sind verpflichtend, wenn die im Anhörungsbogen vermerkten Angaben zu Ihrer Person fehlerhaft sind.
  • Wenn Sie zwar Fahrzeughalter sind, aber zum Tatzeitpunkt nicht der Fahrzeugführer waren, müssen Sie diesen nicht belasten, wenn Sie mit ihm verwandt oder verschwägert sind. Der Adressat des Anhörungsbogens kann in diesen Fällen also von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch machen.
  • Kann der Fahrzeugführer aufgrund berechtigt oder unberechtigt unterlassener Mitwirkung von Ihnen als Fahrzeughalter nicht ermittelt werden, müssen Sie jedoch mit Sanktionen – wie einer Fahrtenbuchauflage – rechnen. Das gilt insbesondere im Wiederholungsfall.
  • Bewusst falsche Angaben, also die Benennung eines Fahrers, der tatsächlich nicht gefahren ist, stellen grundsätzlich eine strafbare Handlung wegen falscher Verdächtigung gem. § 164 Abs. 2 StGB dar. Dies gilt wiederum nicht, sofern Sie sich selbst wahrheitswidrig als Fahrer benennen.

Artikel 103 des Grundgesetzes besagt, dass vor Gericht jedermann Anspruch auf rechtliches Gehör hat.

Was steht drin & was können Sie tun?

Folgende Angaben sollten im Anhörungsbogen mitgeteilt werden, um dessen formellen Anforderungen zu entsprechen:

  • Anschrift der Behörde
  • Anschrift des Adressaten
  • Ort- und Datum der Ausstellung des Dokuments
  • Das Aktenzeichen
  • Die Betitelung als „Anhörung“
  • Das Kennzeichen des Fahrzeugs
  • Angaben zur Tat (Ort, Zeit, Vorwurf)
  • Vorhandene Zeugenangaben und Beweismittel (z. B. Videoaufnahmen und Blitzerfotos)
  • Eine Rechtsbehelfsbelehrung

Wenn Sie also geblitzt wurden und einen Anhörungsbogen erhalten haben, sind Sie gut beraten, diesen von einem Verkehrsrechtler gründlich in Augenschein nehmen zu lassen. Dieser kann – spätestens, wenn der Bußgeldbescheid ergangen ist – nach Einsicht in die Ermittlungsakten prüfen, ob der Vorwurf berechtigt oder juristisch anfechtbar ist.

Wann erhalten Sie keinen Anhörungsbogen?

Begehen Sie einen Verstoß im Straßenverkehr und geraten in eine mobile Verkehrskontrolle, räumen Ihnen die Beamten schon vor Ort die Möglichkeit einer Anhörung ein. Unabhängig davon, ob Sie sich zum Tathergang äußern, kann die Behörde auf die Zusendung eines Anhörungsbogens verzichten und Sie erhalten – wenn man Sie für schuldig hält – direkt einen Bußgeldbescheid.

Anhörungsbogen ausfüllen – kein Problem mit Geblitzt.de

Wenn auch Sie einen Anhörungsbogen bzw. Bußgeldbescheid erhalten, ermöglicht Ihnen die Dienstleistung von Geblitzt.de eine kompetente Prüfung der gegen Sie erhobenen Vorwürfe. Zusätzliche Kosten und zeitaufwändige Treffen mit Anwälten entfallen. Unser Service ist online, schnell und einfach! Im Erfolgsfall müssen Sie kein Bußgeld zahlen und weitere Konsequenzen, wie beispielsweise Punkte in Flensburg oder ein Fahrverbot, nicht einfach hinnehmen!

Alle mit unserer Dienstleistung (Prüfung der gegen Sie erhobenen Vorwürfe) anfallenden Kosten werden durch uns, im Rahmen einer Prozessfinanzierung oder Ihre Rechtsschutzversicherung übernommen. Bestehen gute Aussichten auf Einstellung des Bußgeldverfahrens, wird Ihr Fall durch unsere Vertragsanwälte weiter vertreten. Alle damit anfallenden Kosten werden durch die Prozessfinanzierung oder Ihre Versicherung übernommen.

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