Kann man ein Fahrverbot aus beruflichen oder privaten Gründen verhindern bzw. umgehen?

Hat ein Fahrer zu viele Punkte in Flensburg gesammelt oder ein besonders schwerwiegendes Verkehrsdelikt begangen, kommt er um ein Fahrverbot oder Entzug des Führerscheins in der Regel nicht herum. Was aber, wenn der Betroffene den Führerschein privat benötigt, um hilfebedürftigen Familienangehörigen mittels Fahrdienst unter die Arme zu greifen oder das Führen eines Kraftfahrzeuges für den Beruf unabdingbar ist? In solchen Fällen spricht der Gesetzgeber von „unzumutbarer Härte“. Hilfreich ist es für den Beschuldigten dann mit Sicherheit, wenn er seit längerer Zeit keinen Verkehrsverstoß begangen hat und in Flensburg punktefrei ist. Geringere Aussichten auf Erfolg liegen vor, wenn Fahren unter Drogeneinfluss oder Alkohol am Steuer dem möglichen Führerscheinentzug zugrunde liegen. Das Gericht muss von Fall zu Fall entscheiden, ob das Fahrverbot angewendet oder alternativ in zum Beispiel ein höheres Bußgeld umgewandelt werden kann.

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