Lass dich überra­schen! Mobile Blitzer zur Verkehrs­über­wa­chung

Es gibt sowohl mobile als auch stationäre Blitzer und beide haben ihre Vor- und Nachteile. Für die Polizei sind die mobilen Geräte besonders bei ortskun­digen Autofahrern von Nutzen. Denn diese wissen meist, wo die statio­nären Blitzer auf sie warten, und drosseln ihre Geschwin­digkeit kurz vor der Messstelle, um dahinter wieder zu beschleu­nigen. Nutzt die Polizei hingegen mobile Radar­fallen, bleibt der Überra­schungs­effekt bestehen. Außerdem sind die flexiblen Blitzer an Stellen einsetzbar, an denen es nur einer tempo­rären Überwa­chung bedarf, beispiels­weise an Baustellen, zu Stoßzeiten im Berufs­verkehr oder zum Schul­beginn.

Mobile Blitzer 1

So funktio­nieren mobile Blitzer

Den Blitzer gibt es nicht. Vielmehr gibt es unter­schied­liche Geräte mit verschie­denen Messtech­niken. So nutzt die Polizei zum Beispiel Radar­fallen mit Doppler-Effekt, Piezo­sen­soren, Induk­ti­ons­schleifen oder Licht­schranken. Blitzer­an­hänger verwenden das LiDAR (Light Detection and Ranging). Bei dieser Technik werden Laser­impluse ausge­sendet. Die Elektronik misst, wie lange ein Laster­strahl bis zum reflek­tie­renden Auto benötigt.  Je näher das Fahrzeug kommt und je schneller es fährt, desto kürzer wird die Zeit. So kann der Blitzer die Geschwin­digkeit ermitteln und löst bei einer Überschreitung des einge­stellten Tempo­limits aus.

Blitzer ohne Blitz? Wie soll das gehen?

Üblicher­weise erkennt man an dem grellen Licht, ob ein Blitzer ausgelöst hat oder nicht. Doch es gibt mittler­weile auch Schwarz­licht­geräte. Diese lösen mit unsicht­barem Infra­rot­licht aus und verhindern so, dass sich Autofahrer durch den Blitz erschrecken und sich sowie andere Verkehrs­teil­nehmer in Gefahr bringen. Bevorzugt wird diese Methode in Tunneln einge­setzt.

Gibt es Mindest­ab­stände für Blitzer?

Für die Aufstellung von Blitzern gibt es viele verschie­denen Regeln. Eine davon betrifft den Mindest­ab­stand vom Gerät zum Tempo-Schild. Denn auch der ist vorge­schrieben. Aller­dings gelten in den verschie­denen Bundes­ländern unter­schied­liche Bestim­mungen (Quelle: Sobisch in DAR 1/2010):

  • Baden-Württemberg: 150 m
  • Bayern: grund­sätzlich 200 m
  • Berlin: 75 m vor Geschwin­dig­keits­be­gren­zungs­schild
  • Brandenburg: 150 m
  • Bremen: 150 m
  • Hamburg: kein Mindest­ab­stand
  • Hessen: 100 m
  • Mecklenburg-Vorpommern: üblicher­weise 100 m auf Autobahnen und auf Kraft­fahr­straßen 250 m
  • Nieder­sachsen: 150 m
  • Nordrhein-Westfalen: kein Mindest­ab­stand
  • Rheinland-Pfalz: 100 m
  • Saarland: kein Mindest­ab­stand
  • Sachsen: 150 m
  • Sachsen-Anhalt: 100 m
  • Schleswig-Holstein: 150 m
  • Thüringen: 200 m

Aller­dings kann in Ausnah­me­si­tua­tionen, wie zum Beispiel an Gefah­ren­stellen oder nach Geschwin­dig­keit­strichtern, von diesen Angaben abgewichen werden. Für Schulen, Kinder­gärten und Fußgän­ger­zonen gilt dies ebenso. Hinzu­kommt, dass die Abstände nicht vor einem Schild, das die Geschwin­dig­keits­be­grenzung aufhebt, einge­halten werden müssen. Dennoch kann es sich im Einzelfall lohnen, die gültigen Abstände und Richt­linien prüfen zu lassen. Sollten einzelne Vorgaben nicht beachtet worden sein, kann im besten Fall ein Fahrverbot vermieden werden.

Blitzer­an­hänger

Eine neuere Version der mobilen Blitzer ist der Blitzer­an­hänger. Den Namen hat er seiner Form zu verdanken. Denn auf den ersten Blick ähnelt dieser einem PKW-Anhänger. Die Polizei benutzt sowohl den Enfor­cement Trailer der Firma Vitronic, in dem ein Poliscan-Messgerät verbaut ist, als auch den in Anhängern verbauten TraffiStar S350 von Jenoptik. Die Blitzer­an­hänger können, sobald sie an einen bestimmten Ort gebracht wurden, sich selbst in die gewünschte Position bringen. Der Enfor­cement Trailer hat eine Akkulaufzeit von bis zu 10 Tagen. Damit muss kein Personal vor Ort sein, um den Blitzer­an­hänger zu bedienen. Zudem weist der Enfor­cement Trailer eine Alarm- sowie Lösch­funktion auf. Damit soll das Gerät besser vor Vanda­lismus geschützt werden.

Wann gibt es einen Toleranz­abzug?

Blitzer sind sensible Geräte. Um die Folgen eventu­eller Ungenau­ig­keiten zu mildern, gibt es einen Toleranz­abzug. Bei einem Tempo bis zu 100 km/h werden 3 km/h von der gemes­senen Geschwin­digkeit abgezogen. Bei einer Fahrt mit über 100 km/h sind es 3 Prozent, die abgezogen werden. Eine Toleranz von 5 km/h bezie­hungs­weise 5 Prozent wird dann einge­räumt, wenn der Betroffene mit dem Video­nach­fahr­system geblitzt wurde. Die höhere Toleranz resul­tiert daraus, dass bei dieser Art der Geschwin­dig­keits­kon­trolle noch mehr Fehler­quellen berück­sichtigt werden müssen.

Gründe für die Prüfung eines Bußgeld­vor­wurfs

In circa einem Drittel der Bußgeld­ver­fahren kommt es zu Fehlern. Diese können entweder formaler oder techni­scher Natur sein. Daher ist es sinnvoll den Bußgeld­vorwurf prüfen zu lassen. Zu den häufigen Fehlern gehören beispiels­weise nicht geeichte oder nicht regel­mäßig gewartete Blitzer. Auch kann eine nicht vorschrifts­gemäße Positio­nierung des Messge­rätes oder eine schlechte Sicht durch Schnee oder Regen zu falschen Messergeb­nissen führen. Außerdem müssen Schulungs­nach­weise der Messbe­amten sowie Messpro­to­kolle vorhanden sein.

Denken Sie an die 14-tägige Frist! Bei Bußgeld­vor­würfen hilft Geblitzt.de

Sie liegen noch in der Frist von 14 Tagen und wollen Ihren Bußgeld­vorwurf in Sachen Tempo, Rotlicht, Abstand, Überholen oder Handy am Steuer prüfen lassen? Dann können Sie Ihren Bußgeld­be­scheid bei Geblitzt.de einreichen. Zusätz­liche Kosten und zeitauf­wendige Treffen mit Anwälten entfallen. Unser Service – die Bereit­stellung einer techni­schen Infra­struktur und Prozess­kos­ten­fi­nan­zierung – ermög­licht den Partner­an­wälten eine schnelle und einfache Bearbeitung! Im Erfolgsfall vermeiden Sie Sanktionen wie Bußgelder, Punkte in Flensburg oder Fahrverbote.

Alle durch die anwalt­liche Prüfung anfal­lenden Kosten (Anwalts­kosten, Verfah­rens­kosten) werden entweder durch uns im Rahmen einer Prozess­fi­nan­zierung oder Ihre Rechts­schutz­ver­si­cherung übernommen. Bestehen Aussichten auf Einstellung des Bußgeld­ver­fahrens wird Ihr Fall durch unsere Partner­kanz­leien nach Deckungs­zusage der Rechts­schutz­ver­si­cherung oder Finan­zie­rungs­zusage durch uns – inklusive Übernahme eventu­eller Gerichts­kosten – weiter vertreten.

mobiler Blitzer, mobile Blitzer, mobil, Blitzer, Blitzer­an­hänger

Menü schließen