Verkehrs­ver­gehen mit dem Fahrrad

Einfach mal das Auto in der Garage stehen lassen und mit dem Fahrrad den Weg zur Arbeit radeln. Das ist nicht nur gut für die eigene Gesundheit, sondern ein kleiner Beitrag zur Verbes­serung der Umwelt. Wer aber glaubt, er könne so auch jedem Bußgeld aus dem Weg gehen, ist auf dem Holzweg. Auf dem Fahrrad wegen Geschwin­dig­keitsüberschrei­tungen oder Rotlicht­ver­stößen geblitzt zu werden, ist teuer und hat zudem Auswir­kungen auf den Punkte­stand in Flensburg. Welche Strafen wann fällig sind, zeigt einen Blick auf den Bußgeld­ka­talog Fahrrad.

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Mit dem Fahrrad geblitzt – hier droht ein Bußgeld!

Generell gibt es für Fahrräder keine fest vorge­schriebene Geschwin­dig­keits­be­grenzung. Kommt doch ein Fahrrad­fahrer im Straßen­verkehr selten über das Tempo von 20 km/h – abgesehen von sport­lichen Rennfahrern und Fahrrad­ku­rieren unter Zeitdruck. Dennoch müssen auch Radler stets die Verkehrslage und das eigene Fahrver­halten im Blick behalten. Ist vielleicht ein Fahrrad-Geisterfahrer unterwegs? Sollte mich die Beschaf­fenheit des Radwegs dazu anhalten, langsamer zu fahren? Wie sind die Wetter­ver­hält­nisse? Und entspricht das Tempo meinen physi­schen Voraus­set­zungen, sodass ich auch bei einer Gefährdung recht­zeitig reagieren und bremsen kann? Diese Fragen sind insbe­sondere im Zusam­men­spiel mit einer möglichen Gefährdung für Fußgänger relevant, die für den Fahrrad­fahrer mit einer Geldbuße und sogar einem Punkt im Fahreig­nungs­re­gister des Kraftfahrt-Bundesamts in Flensburg bestraft werden kann.

Bußgeld­ka­talog Fahrrad Geschwin­digkeit

DeliktPunkteBußgeld in EuroFahrverbot
Unange­passt Fahrrad-Geschwindigkeit
Durch unange­passte Geschwin­digkeit einen Fußgänger im Fußgän­ger­be­reich mit zugelas­senem Fahrzeug­verkehr gefährden1 Punkt30 Euronein
Durch unange­passte Geschwin­digkeit einen Fußgänger im Fußgän­ger­be­reich mit nicht zugelas­senem Fahrzeug­verkehr gefährden1 Punkt35 Euronein

Darüber hinaus müssen sich Fahrrad­fahrer an geltende Verkehrs­zeichen halten. In einem verkehrs­be­ru­higten Bereich ist Schritt­ge­schwin­digkeit angesagt und auch die Tempo 30 Zone gilt gleicher­maßen für Kraft­fahr­zeuge wie für Fahrräder. Übrigens: Auch Fahrrad­fahrer können geblitzt werden. Dabei gestaltet sich die Ermittlung des Verkehrs­sünders anhand eines Blitzer­fotos aller­dings schwie­riger als bei einem Autofahrer – schließlich besitzt ein Fahrrad kein Kennzeichen, durch das der Fahrer eindeutig identi­fi­ziert werden könnte. Wenn die Geschwin­dig­keits­über­schreitung aller­dings mit Laser- und Radar­mess­ge­räten erfasst wird, kann die Polizei den betrof­fenen Fahrer während einer Verkehrs­kon­trolle direkt anhalten und die Perso­nalien aufnehmen.

Bei Rot über die Ampel auf dem Fahrrad­sattel

Wer als Fahrrad­fahrer ein Rotlicht missachtet, zahlt ein saftiges Bußgeld von bis zu 180 Euro und hat in jedem Fall einen Punkt in Flensburg sicher. Wie bei Perso­nen­kraft­wagen spielt beim Strafmaß sowohl die Dauer der Rotphase beim Verstoß als auch die mögliche Gefährdung und Sachbe­schä­digung eine wesent­liche Rolle. Addieren sich zusätz­liche Verstöße mit dem Fahrrad oder Pkw, drohen dem Fahrer ein Fahrverbot oder der Entzug des Führer­scheins, sobald der achte Punkt im Fahreig­nungs­re­gister zu Buche schlägt.

DeliktPunkteBußgeld in EuroFahrverbot
Als Radfahrer in anderen als den Fällen des Rechts­ab­biegens mit Grünpfeil rotes Wechsel­licht­zeichen oder rotes Dauer­licht­zeichen nicht befolgt.1 Punkt60 Euronein
… mit Gefährdung
1 Punkt100 Euronein
… mit Sachbe­schä­digung1 Punkt120 Euronein
.. bei schon länger als 1 Sekunde andau­ernder Rotphase eines Wechsel­licht­zeichen1 Punkt100 Euronein
… mit Gefährdung1 Punkt160 Euronein
… mit Sachbe­schä­digung1 Punkt180 Euronein

Fahren unter Alkohol­ein­fluss oder mit dem Handy am Ohr

Nach einer durch­zechten Nacht sollte man auf keinen Fall in sein Auto steigen. Das weiß jeder. Doch auch alkoho­li­siert Fahrrad fahren ist nicht nur gefährlich für alle betei­ligten Verkehrs­teil­nehmer, sondern zieht im Falle einer Polizei­kon­trolle empfind­liche Strafen nach sich. Ergibt der Alkoholtest mehr als 1,6 Promille, erhält der Beschul­digte eine Straf­an­zeige, eine Bußgeld­for­derung, drei Punkte in Flensburg und muss eine Medizinisch-Psychologische Unter­su­chung (MPU) erfolg­reich absol­vieren, um ein Fahrverbot für das Fahren mit dem Fahrrad, aber auch für das Führen eines Pkw zu verhindern.

Weniger schwer­wie­gende Sanktionen sind für das Telefo­nieren oder Lesen von Nachrichten auf Ihrem Smart­phone während des Fahrrad­fahrens vorge­sehen. Wer auf eine Freisprech­anlage verzichtet und mit dem Mobil­te­lefon in der Hand erwischt wird, zahlt ein Verwar­nungsgeld in Höhe von 55 Euro - kostspie­liger wird es erst, wenn die Benutzung des Handys zu einer Gefährdung oder einem Unfall führt. Auch Verstöße wie falsches Abbiegen, defekte Licht­an­lagen und unerlaubte Perso­nen­be­för­derung ziehen kleinere Geldbußen nach sich. Wer aller­dings als Fahrrad­fahrer einen Bahnübergang trotz geschlos­sener Schranke überquert, muss aufgrund eines Bußgeldes von 350 Euro richtig tief in die Tasche greifen.

DeliktPunkte in FlensburgBußgeld in EuroFahrverbot
Sie benutzten als Radfahrer ein elektro­ni­sches Gerät, das der Kommu­ni­kation, Infor­mation oder Organi­sation dient oder zu dienen
bestimmt ist, in vorschrifts­wid­riger Weise
55 Euronein
Sie benutzten als Radfahrer ein elektro­ni­sches Gerät, das der Kommu­ni­kation, Infor­mation oder Organi­sation dient oder zu dienen
bestimmt ist, in vorschrifts­wid­riger Weise und gefähr­deten
dadurch Andere
75 Euronein
Sie benutzten als Radfahrer ein elektro­ni­sches Gerät, das der Kommu­ni­kation, Infor­mation oder Organi­sation dient oder zu dienen
bestimmt ist, in vorschrifts­wid­riger Weise. Es kam zu einem Unfall.
100 Euronein

Mit Geblitzt.de Bußgeld­vor­würfe anfechten

Wenn Sie mit dem Pkw oder Fahrrad einen Tempo- oder Rotlicht­verstoß begangen haben sollen, können Sie Ihren Anhörungs­bogen und Bußgeld­be­scheid jetzt bei Geblitzt.de einreichen. Zusätz­liche Kosten und zeitauf­wändige Treffen mit Anwälten entfallen. Unser Service ist online, schnell und einfach! Im Erfolgsfall müssen Sie kein Bußgeld zahlen und weitere Konse­quenzen, wie beispiels­weise Punkte in Flensburg oder ein Fahrverbot, nicht einfach hinnehmen!

Alle mit unserer Dienst­leistung (Finan­zierung der Prüfung der gegen Sie erhobenen Vorwürfe) anfal­lenden Kosten werden durch uns, im Rahmen einer Prozess­fi­nan­zierung, oder Ihre Rechts­schutz­ver­si­cherung übernommen. Bestehen gute Aussichten auf Einstellung des Bußgeld­ver­fahrens, wird Ihr Fall durch die beauf­tragten Anwälte weiter vertreten. Alle damit anfal­lenden Kosten werden durch die Prozess­fi­nan­zierung oder Ihre Versi­cherung übernommen.

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