Überhol­ver­stöße und die Folgen

Auf deutschen Straßen – insbe­sondere auf Landstraßen und der Autobahn – kommt es bei schlecht getimten Überhol­ma­növern immer wieder zu Unfällen. Die Geschwin­digkeit des nachfol­genden Verkehrs und der entge­gen­kom­menden Fahrzeuge werden einfach viel zu häufig unter­schätzt. Dementspre­chend rigoros sind die Regeln der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) und die Strafen bei Verstößen. Hier erfahren Sie, welche Verkehrs­regeln zu beachten sind und ab wann ein Überhol­verstoß Bußgelder, Punkte im Fahreig­nungs­re­gister sowie ein Fahrverbot nach sich zieht.

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Überhol­verbot – das sagt die StVO!

Beim ordnungs­ge­mäßen Überholen gibt es viele Aspekte zu beachten. In § 5 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) ist eindeutig festgelegt, was erlaubt und verboten ist:

  • Grund­sätzlich darf nur links überholt werden.
  • Überholen dürfen Sie nur dann, wenn der Gegen­verkehr dabei nicht behindert wird.
  • Wer überholt, muss wesentlich schneller als der zu Überho­lende fahren.
  • Bei unklarer Verkehrslage ist Überholen unzulässig.
  • Verkehrs­zeichen, die ein Überhol­verbot anzeigen, ist Folge zu leisten.
  • Wer ein Kraft­fahrzeug mit einer zuläs­sigen Gesamt­masse über 7,5 t führt, darf bei Nebel, Schneefall oder Regen nicht überholen, wenn die Sicht­weite weniger als 50 m beträgt.
  • Wenn Sie beim Überholen ausscheren wollen, darf der nachfol­gende Verkehr nicht gefährdet werden.
  • Beim Überholen ist ein ausrei­chender Seiten­ab­stand einzu­halten, insbe­sondere zu Fußgängern und Fahrrad­fahrern.
  • Der Überholte darf beim Überholen nicht behindert werden.
  • Nach dem Überhol­vorgang hat sich der Fahrer umgehend wieder rechts einzu­ordnen.
  • Das Ausscheren und Wieder­ein­ordnen muss mittels blinken recht­zeitig und deutlich angekündigt werden.
  • Außerhalb geschlos­sener Ortschaften darf der Überhol­vorgang durch kurzes Betätigen von Hupe und Lichthupe angekündigt werden. Das Fernlicht darf nur einge­schaltet werden, wenn der Gegen­verkehr dabei nicht geblendet wird.
  • Wer überholt wird, darf seine Geschwin­digkeit nicht erhöhen.
  • Der Fahrer eines langsa­meren Fahrzeugs muss anderen Verkehrs­teil­nehmern das Überholen ermög­lichen, indem er zum Beispiel auf einem geeig­neten Seiten­streifen hält, was aller­dings nicht auf Autobahnen gilt.
  • Fahrer mit der Absicht nach links abzubiegen, sind rechts zu überholen. Schie­nen­fahr­zeuge ebenfalls, es sei denn, die Schienen liegen zu weit rechts oder die Straße führt nur in eine Richtung – dann darf auch links überholt werden.
  • Wenn ausrei­chend Raum vorhanden ist, dürfen Fahrrad- und Mofafahrer auf dem rechten Fahrstreifen wartende Fahrzeuge auch rechts überholen, wobei eine mäßige Geschwin­digkeit und besondere Vorsicht geboten sind.

Gemäß dem Bußgeld­ka­talog für Überhol­ver­stöße können Vergehen mit einem Bußgeld von bis zu 300 Euro, 2 Punkten in Flensburg, und einem Fahrverbot von einem Monat sanktio­niert werden.

Bußgeld­ka­talog Überhol­ver­stöße

Beim Überholen gilt es also eine ganze Reihe an Vorschriften, an die sich jeder Fahrzeug­führer in Deutschland halten muss. Zudem geben die entspre­chenden Verkehrs­zeichen eindeutige Hinweise. So zeigt neben dem Überhol­ver­bots­schild - das es jeweils für Pkw und Lkw gibt - auch die durch­ge­zogene Linie in der Fahrbahn­mitte, dass hier nicht überholt werden darf. Auf diese Weise werden gefähr­liche Strecken­ab­schnitte wie Anstiege und Kurven für Verkehrs­teil­nehmer zur Sicherheit gekenn­zeichnet. Was Ihnen blühen kann, wenn Sie diese Verkehrs­regeln nicht einhalten, zeigt ein Blick auf den Bußgeld­ka­talog:

DeliktPunkte in FlensburgBußgeld in EuroFahrverbot
Außerhalb geschlos­sener Ortschaften rechts überholt1 Punkt100 Euronein
Mit nicht wesent­licher Geschwin­digkeit als der zu Überho­lende überholt.1 Punkt80 Euronein
Überholt, obwohl nicht übersehen werden konnte, dass während des ganzen Überhol­vor­gangs jede Behin­derung des Gegen­ver­kehrs ausge­schlossen war, oder bei unklarer Verkehrslage1 Punkt100 Euronein
.. und dabei ein Überhol­verbot an einem Bahnübergang nicht beachtet1 Punkt150 Euronein
… und dabei Verkehrs­zeichen nicht beachtet1 Punkt150 Euronein
.. und dabei Fahrstrei­fen­be­grenzung überquert oder überfahren oder der durch Pfeile vorge­schrie­benen Fahrt­richtung nicht gefolgt1 Punkt150 Euronein
.. und dabei ein Überhol­verbot an einem Bahnübergang nicht beachtet - mit Gefährdung2 Punkte250 EuroJa
… mit Gefährdung2 Punkte250 EuroJa
.. und dabei ein Überhol­verbot an einem Bahnübergang nicht beachtet - mit Sachbe­schä­digung2 Punkte300 EuroJa

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Nicht bei Überhol­ver­stößen, wohl aber bei Geschwin­dig­keitsüberschrei­tungen, Rotlicht-, Abstands- und Handy­ver­stößen wird Geblitzt.de für Sie tätig. Zusätz­liche Kosten und zeitauf­wändige Treffen mit Anwälten entfallen. Unser Service ist online, schnell und einfach! Im Erfolgsfall müssen Sie kein Bußgeld zahlen und weitere Konse­quenzen, wie beispiels­weise Punkte in Flensburg oder ein Fahrverbot, einfach hinnehmen!

Alle mit unserer Dienst­leistung (Finan­zierung der Prüfung der gegen Sie erhobenen Vorwürfe) anfal­lenden Kosten werden durch uns, im Rahmen einer Prozess­fi­nan­zierung, oder Ihre Rechts­schutz­ver­si­cherung übernommen. Bestehen gute Aussichten auf Einstellung des Bußgeld­ver­fahrens, wird Ihr Fall durch die beauf­tragten Anwälte weiter vertreten. Alle damit anfal­lenden Kosten werden durch die Prozess­fi­nan­zierung oder Ihre Versi­cherung übernommen.

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