Bußgeld, Punkte oder Fahrverbot bei 11 km/h bis 20 km/h zu schnell?

Auch bei gerin­geren Geschwin­dig­keitsüberschrei­tungen sieht der Gesetz­geber Sanktionen vor. Doch was passiert genau, wenn die Geschwin­digkeit mit 11 bis 20 km/h überschritten wurde? Drohen bereits Punkte oder ein Fahrverbot? Welche Sanktionen auf den Betrof­fenen zukommen, hängt von mehreren Faktoren ab. Sowohl der Ort als auch das Fahrzeug spielen eine Rolle. Innerorts sind die Strafen höher angesetzt als außerorts. Jedoch drohen PKW-Fahrern Fahrverbote und Punkte erst bei Verstößen mit über 20 km/h zu viel. Im Allge­meinen ist bei geringen Überschrei­tungen bis 20 km/h nur ein Verwarngeld zu erwarten.

11 km/h bis 20 km/h zu schnell gefahren 1

Als Verwarn­gelder gelten Sanktionen, die unter 60 Euro betragen.

Ist der PKW-Fahrer mit 15 km/h zu schnell geblitzt worden, muss dieser mit einer Sanktion von 25 Euro innerorts und 20 Euro außerorts rechnen. Bei 20 km/h zu schnell innerorts werden 35 Euro fällig. Fährt der Betroffene jedoch 20 km/h zu schnell außerorts, muss dieser nur 30 Euro zahlen.

Wie funktio­niert der Toleranz­abzug?

Ist man schneller als das zugelassene Tempo­limit gefahren, kommt dem Verkehrs­teil­nehmer aber noch der Toleranz­abzug zugute­kommen. Bei einer Geschwin­digkeit bis 100 km/h werden 3 km/h von der gemes­senen Geschwin­digkeit abgezogen. Drei Prozent sind es hingegen bei einem Tempo von mehr als 100 km/h. Einge­räumt wird die Toleranz, um die Folgen eventu­eller Ungenau­ig­keiten der Messung abzumindern. Daher besteht bei der etwas fehler­an­fäl­li­geren Messung mit dem Video­nach­fahr­system mit 5 km/h oder 5 Prozent eine etwas höhere Toleranz.

Bußgeld­ta­belle: 11 bis 20 km/h zu schnell innerorts

Fahren Sie mit einem PKW innerhalb geschlos­sener Ortschaften 11 bis 20 km/h zu schnell, drohen folgende Sanktionen:

DeliktPunkteBußgeld in EuroFahrverbot
11 km/h zu schnell25 Euronein
12 km/h zu schnell25 Euronein
13 km/h zu schnell25 Euronein
14 km/h zu schnell25 Euronein
15 km/h zu schnell25 Euronein
16 km/h zu schnell35 Euronein
17 km/h zu schnell35 Euronein
18 km/h zu schnell35 Euronein
19 km/h zu schnell35 Euronein
20 km/h zu schnell35 Euronein

Bußgeld­ta­belle: 11 bis 20 km/h zu schnell außerorts

Außerhalb geschlos­sener Ortschaften sind die Verwarn­gelder für den gleichen Verstoß etwas niedriger als innerorts. Die genauen Sanktionen können Sie der folgenden Tabelle entnehmen:

DeliktPunkteBußgeld in EuroFahrverbot
11 km/h zu schnell20 Euronein
12 km/h zu schnell20 Euronein
13 km/h zu schnell20 Euronein
14 km/h zu schnell20 Euronein
15 km/h zu schnell20 Euronein
16 km/h zu schnell30 Euronein
17 km/h zu schnell30 Euronein
18 km/h zu schnell30 Euronein
19 km/h zu schnell30 Euronein
20 km/h zu schnell30 Euronein

Autobahn: innerorts oder außerorts?

Das Kammer­ge­richt Berlin hat entschieden, dass die Tempo­über­schreitung auf einer inner­ört­lichen Autobahn auch als Verstoß innerorts zu behandeln ist (AZ 3 W S (B) 158/04). Somit gelten auch dementspre­chende Sanktionen. Wird man also beispiel­weise auf der Stadt­au­tobahn geblitzt gelten höhere Sanktionen als auf der Aut0bahn außerhalb einer Ortschaft.

Diese Sanktionen drohen einem PKW mit Anhänger und LKW

Fährt der Geblitzte einen PKW mit Anhänger oder einen LKW drohen härtere Sanktionen als bei einem PKW ohne Anhänger. So kann ein Punkt in Flensburg schon ab 16 km/h zu viel die Folge sein. Wird der Betroffene mit 15 km/h zu schnell innerorts geblitzt, kann dies 30 Euro kosten. Außerorts muss der Fahrer mit 25 Euro rechnen. Bei 20 km/h Überschreitung kommt Folgendes auf einen zu:

  • 20 km/h zu schnell innerorts: 80 Euro und 1 Punkt
  • 20 km/h zu schnell außerorts: 70 Euro und 1 Punkt

Zusätzlich ist zu beachten, dass die Fahrer von PKW mit Anhängern und LKW in der Regel eine Höchst­ge­schwin­digkeit von 80 km/h einhalten müssen.

Das gilt in der Probezeit

Grund­sätzlich hat der Fahran­fänger bei einer zu hohen Geschwin­digkeit von bis zu 20 km/h keine Probe­zeit­maß­nahmen zu befürchten. Diese erfolgen erst ab einer Geschwin­dig­keits­über­schreitung von 21 km/h. Mehr zum Thema Probezeit finden Sie hier.

Warum die Prüfung des Bußgeld­be­scheids sinnvoll ist

Es gibt viele Faktoren, die ein Bußgeld­ver­fahren angreifbar machen. Beispiels­weise kann es sein, dass das Messper­sonal nicht genügend geschult war oder eine schlechte Sicht das Messergebnis verfälscht hat. Aber auch Formfehler, die nicht recht­zeitige Eröffnung des Verfahrens oder technische Fehler können dazu führen, dass ein Verfahren einge­stellt oder gewonnen wird. Daher sollten Sie den Bußgeld­vorwurf immer über Geblitzt.de prüfen lassen.

Mit mindestens 21 km/h geblitzt? Geblitzt.de hilft schnell und kostenfrei!

Droht Ihnen ein Punkt durch das Fahren mit mindestens 21 km/h? Lassen Sie diesen mit dem Vorwurf über Geblitzt.de prüfen. Zusätz­liche Kosten und zeitauf­wändige Treffen mit Anwälten entfallen. Unser Service – die Bereit­stellung einer techni­schen Infra­struktur und Prozess­kos­ten­fi­nan­zierung – ermög­licht den Partner­an­wälten eine schnelle und einfache Bearbeitung! Im Erfolgsfall vermeiden Sie Sanktionen wie Bußgelder, Punkte in Flensburg oder Fahrverbote.

Alle durch die anwalt­liche Prüfung anfal­lenden Kosten (Anwalts­kosten, Verfah­rens­kosten) werden entweder durch uns im Rahmen einer Prozess­fi­nan­zierung oder Ihre Rechts­schutz­ver­si­cherung übernommen. Bestehen Aussichten auf Einstellung des Bußgeld­ver­fahrens wird Ihr Fall durch unsere Partner­kanz­leien nach Deckungs­zusage der Rechts­schutz­ver­si­cherung oder Finan­zie­rungs­zusage durch uns – inklusive Übernahme eventu­eller Gerichts­kosten – weiter vertreten.

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