Straf­zettel vs. Bußgeld­be­scheid

Kurz im Halte­verbot gestanden oder mit 120 Sachen durch die Innen­stadt gerast – nicht alle Verkehrs­ver­gehen werden gleich­wertig sanktio­niert. Und das zurecht, sind doch bestimmte Verstöße eine Gefahr für Leib und Leben, während andere vergleichs­weise weniger drama­tisch „nur“ die Ordnung stören. Der Gesetz­geber hat im Bußgeld­ka­talog daher auch unter­teilt in Verwarnung – im Volksmund gerne Knöllchen oder Straf­zettel genannt – und Bußgeld­be­scheid.

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Straf­zettel vs. Bußgeld­be­scheid

Verkehrs­ord­nungs­wid­rig­keiten wie Geschwin­dig­keits- und Rotlicht­ver­stöße sowie Abstands- und Handy­ver­gehen können schwer­wie­gende Folgen für die Verkehrs­teil­nehmer haben. Anstelle eines Straf­zettels wird daher meist ein Bußgeld­be­scheid erlassen. Verwar­nungs­gelder bis 55 Euro gibt es bei hingegen bei eher gering­fü­gi­geren Vergehen wie Parkver­stöße oder die Nicht­ein­haltung eines Termins beim TÜV.

Einen Straf­zettel gibt es für Verkehrs­ord­nungs­wid­rig­keiten, die mit einem Verwar­nungsgeld bis 55 Euro geahndet werden. Der Bußgeld­be­scheid hingegen beinhaltet mindestens 60 Euro und einen Punkt in Flensburg.

Wann verjährt ein Straf­zettel?

Ein Knöllchen an der Scheibe wegen falschen Parkens kennt fast jeder, darf aber nicht unter­schätzt und als Lappalie abgetan werden. Den Straf­zettel nicht zu bezahlen, kann Konse­quenzen haben. Denn dann leitet die Behörde in der Regel ein Bußgeld­ver­fahren ein und im Falle eines verlo­renen Verfahrens kommen neben dem Verwar­nungsgeld noch die Gebühren samt Auslagen in einer Höhe von insgesamt 28,50 auf den Betrof­fenen zu.

Und wie steht es um die Verjährung? Im Zuge einer Verwarnung verjährt die Ordnungs­wid­rigkeit nicht. Wohl aber, wenn in der Folge ein Bußgeld­ver­fahren einge­leitet wird. Erlässt die Behörde innerhalb von drei Monaten kein Bußgel­be­scheid, ist die Frist verstrichen und das Bußgeld kann nicht mehr verhängt werden. Die Anhörung mündlicher oder schrift­licher Art ist in diesem Falle nicht mehr nötig, da der Gesetz­geber den Betrof­fenen bereits durch die Verwarnung über den Vorwurf einer Ordnungs­wid­rigkeit infor­miert hat.

Über die Fehler­an­fäl­ligkeit von Bußgeld­ver­fahren …

Gegen einen Straf­zettel vorzu­gehen, macht aufgrund der eher gering­fü­gigen Sanktio­nierung meist wenig Sinn. Nach Erhalt eines Bußgeld­be­scheides hingegen kann es durchaus Vorteile haben, innerhalb von 14 Tagen Einspruch gegen die Vorwürfe einzu­legen, um Strafen wie Punkte in Flensburg oder den Entzug des Führer­scheins zu verhindern. Nicht ohne Aussichten auf Erfolg, denn formelle Fehler wie falsche Angaben zur beschul­digten Person oder fehlende Vermerke zur Tat und zu den Neben­folgen sind keine Seltenheit.

Auch ein Blitzerfoto, auf dem der Betroffene eindeutig erkennbar ist, muss dem Schreiben der Bußgeld­stelle enthalten bzw. online abrufbar sein. Zudem sind die Messergeb­nisse nicht immer korrekt. Findet ein Anwalt nach Einsicht in die Bußgeldakte heraus, dass ein Blitzer defekt, unregel­mäßig gewartet, nicht geeicht oder falsch positio­niert wurde – oder dass zum Zeitpunkt der Messung schlechte Sicht- und Wetter­ver­hält­nisse geherrscht haben – kann sich der Einspruch für den Betrof­fenen lohnen.

Bußgelder, Punkte & Fahrverbote vermeiden mit Geblitzt.de

Ihnen wird ein Geschwindigkeits-, Abstands- oder Handy­verstoß zur Last gelegt - oder vorge­worfen, bei Rot über die Ampel gefahren zu sein? Dann reichen Sie Ihren Anhörungs­bogen bzw. Bußgeld­be­scheid bei Geblitzt.de ein. Über uns können Sie die Vorwürfe kostenfrei prüfen lassen, um mögliche Sanktionen zu verhindern.

Alle durch die anwalt­liche Prüfung anfal­lenden Kosten (Anwalts­kosten, Verfah­rens­kosten) werden entweder durch uns im Rahmen einer Prozess­fi­nan­zierung oder Ihre Rechts­schutz­ver­si­cherung übernommen. Bestehen Aussichten auf Einstellung des Bußgeld­ver­fahrens, wird Ihr Fall durch die beauf­tragten Anwälte weiter vertreten. Bei entspre­chender Finanzierungs- oder Deckungs­zusage müssen Sie nicht selbst für eventuelle Gerichts­kosten aufkommen.

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