Gegen die Fahrt­richtung blitzen

Ist es wirklich erlaubt, wenn Polizei oder Behör­den­mit­ar­beiter ihren Dienst­wagen entgegen der Fahrt­richtung parken, um Blitzer­fotos zu schießen? Ja. Eine Geschwin­dig­keits­messung auf der gegen­über­lie­genden Straßen­seite wider­spricht nicht den Vorgaben des Gesetz­gebers. In Ausnah­me­fällen wird es den Behörden nämlich ermög­licht, mobile Blitzer entspre­chend zu positio­nieren, um etwa besonders unfall­an­fällige Verkehrs­punkte zu überwachen. Das regeln die Sonder­rechte nach § 35 der Straßen­ver­kehrs­ordnung. Nachfolgend zeigen wir auf, unter welchen Bedin­gungen sonst noch geblitzt werden darf und wann sich die Anfechtung von Bußgeld­vor­würfen lohnen kann.

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Wie & wann ist Blitzen erlaubt …

Der Zweck heiligt die Mittel! Polizei­be­amten ist es beim Nachfahren eines Tempo­sünders sogar gestattet, selbst die Geschwin­digkeit zu überschreiten. Dabei muss aller­dings die Sicherheit aller betei­ligten Verkehrs­teil­nehmer stets gewähr­leistet sein. Verschiedene Tages­zeiten und Witte­rungs­be­din­gungen schieben den Ermitt­lungen von Verkehrs­ver­stößen ebenfalls keinen Riegel vor: Nichts spricht grund­sätzlich dagegen zu blitzen, wenn es regnet, schneit oder die Straßen mit Glatteis bedeckt sind.

Von der gegen­über­lie­genden Straßen­seite zu blitzen ist nach § 35 StVO in Ausnah­me­fällen erlaubt. Die Messbe­amten müssen aber beim Positio­nieren des Blitzers auf den korrekten Winkel zur Fahrbahn achten.

Über die Fehler­an­fäl­ligkeit von Radar­fallen in Ausnah­me­si­tua­tionen

Qualität und Verwert­barkeit der Messergeb­nisse werden durch Blitzen entgegen der Fahrt­richtung nicht beein­trächtigt, wohl aber kann bei Einspruch gegen die Bußgeld­vor­würfe geprüft werden, ob der Blitzer im richtigen Winkel zur Fahrbahn positio­niert wurde. Letzteres gilt auch für das Blitzen in Kurven. Bei ungüns­tigen Wetter- und Licht­ver­hält­nissen hingegen ist die Möglichkeit ungleich höher, dass Blitz­an­lagen ungenaue Ergeb­nisse liefern. Daher sollte der Fahrer im Falle eines Bußgeld­be­scheides stets die gegen ihn erhobenen Vorwürfe prüfen lassen.

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