• Lesedauer:4 min Lesezeit

Diskussion: Tempo­limit

Die Diskussion um das Tempo­limit ist eine sehr emotionale. Focus.de hat kürzlich versucht, die Debatte auf eine sachliche Ebene zu bringen und folgende Aspekte zusammengetragen. 

Fakten zum Thema Tempolimit 1

Punkt 1

Bei der Frage, wie viele Strecken in Deutschland kein Tempo­limit aufweisen, hat der Automo­bilclub Deutschland eine Antwort. Demnach sind von 13.000 km Autobahnnetz ungefähr 3.900 km mit einem Tempo­limit versehen. Dieses beträgt meist zwischen 80 und 120 km/h.

Punkt 2

Grund­sätzlich haben die meisten europäi­schen Staaten ein generelles Tempo­limit. Dieses liegt zwischen 100 und 140 km/h. Schweden und die Isle of Man sind dabei Ausnahmen. In Schweden wird das Tempo­limit immer auf den entspre­chenden Strecken ausge­wiesen und auf der Isle of Man gibt es ebenfalls kein generelles Tempolimit.

Punkt 3

Als dritten Punkt führt Focus.de für Argumente für und gegen das Tempo­limit an. Verkehrs­teil­nehmer, die für ein generelles Tempo­limit sind, hätten demnach meist vier Argumente: die Erhöhung der Verkehrs­si­cherheit, weniger CO₂-Ausstoß, kleinere Autos werden verkauft, die ebenfalls dem Klima helfen und der Verkehrs­fluss werde durch ein Tempo­limit verbessert.

Dieje­nigen, die gegen ein Tempo­limit sind, sehen eher keine großen Vorteile oder bestreiten diese. Ein weiterer wichtiger Punkt der Gegner ist die Signal­wirkung und die Vertei­digung der eigenen Freiheit.

Punkt 4

Beim nächsten Punkt geht es um die Verkehrs­si­cherheit. Doch an der Stelle ist die Antwort durch die unter­schied­lichen Parameter gar nicht so einfach. Dennoch lasse sich laut Focus.de belegen, dass ein Tempo­limit die Verkehrs­si­cherheit erhöhen würde. Dazu gäbe es eine Studie von 2007 aus Brandenburg. Dabei hatten Forscher Unfälle auf Strecken verglichen, auf denen Tempo­limits einge­führt wurden. Demnach sank die Zahl der Unfälle und Verkehrs­toten um 20 bis 50 Prozent. Gegner des Tempo­limits führten oft an, dass die Verhält­nis­mä­ßigkeit aller­dings nicht gegeben sei.

Punkt 5

Auch die Frage, ob ein Tempo­limit dem Klima­schutz helfen würde, ist nicht ganz so einfach zu beant­worten. Eine Modell­be­rechnung des Bundes­um­welt­amtes aus dem Jahr 2020 belegten laut Focus.de, dass ein Tempo­limit von 130 km 1,9 Millionen Tonnen CO₂ einsparen würde. Bei 120 km wären es 2,6 Millionen Tonnen. Insgesamt sind das zwischen 4,9 und 6,6 Prozent des Gesamt­aus­stoßes im Autobahn­verkehr. Der Automo­bilclub von Deutschland hält die Zahlen nur „wenig plausibel“. Der ADAC ist der Meinung, dass der Umstieg auf E-Autos mehr CO₂ einsparen werde als ein Tempolimit. 

Punkt 6

Ob PS-starke Autos mit dem Tempo­limit wegfallen, verneint Focus.de. Ein Vergleich mit anderen Ländern zeige dies. So liegen beispiels­weise die Schweiz und Luxemburg an der Spitze der PS-starken Autos. Dicht gefolgt von Schweden und Norwegen.

Punkt 7

Der nächste Punkt, den Focus.de unter die Lupe genommen hat, sind Staus und der Verkehrs­fluss. Würden diese durch ein Tempo­limit verbessert werden? Eine Branden­burger Studie stimme dem zu. Ganz genau ließe sich dies aber nicht sagen.

Punkt 8 und 9

In den beiden letzten Punkte erörtert Focus.de warum es mit der Ampel-Koalition kein Tempo­limit geben werde und wie sich Verbände zum Tempo­limit positio­nieren. SPD und Grüne sind für ein Tempo­limit. Die FDP ist jedoch dagegen, denn ihrer Meinung nach ließen sich Staus durch digitale Leitsysteme besser verhindern und/oder senken. Die FDP setzte sich durch. Im Sondie­rungs­papier wurde bereits festgelegt, dass es kein generelles Tempo­limit für Deutschland geben werde.

Der Automo­bilclub von Deutsch ist strikt gegen ein Tempo­limit, die Deutsche Umwelt­hilfe ist dafür. Beim ADAC wird es etwas kompli­zierter. Während der ADAC lange Zeit gegen ein Tempo­limit war, spricht er sich mittler­weile dafür aus, den Aspekt der Verkehrs­si­cherheit genauer wissen­schaftlich unter­suchen zu lassen. 

Hilfe im Bußgeld­ver­fahren über Geblitzt.de

Der Online-Service der CODUKA GmbH arbeitet eng mit zwei großen Anwalts­kanz­leien zusammen, deren Verkehrs­rechts­an­wälte bundesweit vertreten sind. Die Zahlen können sich sehen lassen. Täglich erreicht das Geblitzt.de-Team eine Flut von Anfragen. 12 % der betreuten Fälle werden einge­stellt, bei weiteren 35 % besteht die Möglichkeit einer Straf­re­du­zierung. Und wie finan­ziert sich das kosten­freie Geschäfts­modell? Durch die Erlöse aus Lizenzen einer selbst entwi­ckelten Software, mit der die Anwälte der Partner­kanz­leien ihre Fälle deutlich effizi­enter bearbeiten können. Somit leistet die CODUKA GmbH aufgrund des Einsatzes von Legal-Tech-Lösungen Pionier­arbeit auf dem Gebiet der Prozess­fi­nan­zierung. Haben auch Sie einen Bußgeld­be­scheid erhalten? Melden Sie sich auf www.geblitzt.de an.

Quelle: Focus.de