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Hacker­an­griff führt zur Einstellung von zahlreichen Bußgeldverfahren

Im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern hat es von Mitte Oktober bis Ende Dezember 2021 einen großen Hacker­an­griff auf den kommu­nalen IT-Dienstleister gegeben. Die ebenfalls davon betroffene Bußgeld­be­hörde konnte keine Daten mehr verar­beiten, wodurch rund 3000 Bußgeld­ver­fahren einge­stellt werden mussten.

3000 Bußgeldvorwürfe nach Hackerangriff verjährt

Verjährung der Verkehrsverstöße

Wie „Der Spiegel“ in Bezug auf eine Meldung der Schwe­riner Volks­zeitung berichtet, war die Bußgeld­be­hörde nicht mehr in der Lage, Halter­ab­fragen von geblitzten Verkehrs­teil­nehmern zu stellen. Auch die digitale Kommu­ni­kation zum Kraftfahrt-Bundesamt war nicht mehr möglich. Die damit einher­ge­hende Verzö­gerung bei der Bearbeitung der Fälle führte letztlich zu deren Verjährung.

Konkret wurden die Server der Schwe­riner IT- und Service­ge­sell­schaft (SIS) und des Kommu­nal­service Mecklenburg (KSM) durch eine Schad­software teilweise verschlüsselt. Nach der Ransomware-Attacke mussten die Behör­den­mit­ar­beiter die meisten Systeme im Landkreis zunächst komplett runter­fahren, um sie in der Folge erst nach und nach wieder hochfahren zu können.

Auch Schwerin im Fokus der Angreifer

Laut dem Nachrich­ten­portal heise online war auch die Landes­haupt­stadt Schwerin von Cyber­at­tacken betroffen. Exakt 357 Fälle von Geschwindigkeits- und Parkver­stößen wurden wegen Verjährung einge­stellt. Der Urheber des Hacker­an­griffs konnte noch nicht ermitteln werden. Bekannt ist der Staats­an­walt­schaft bislang lediglich, dass von den Angreifern die Schad­software DeepBlu­e­Magic einge­setzt wurde.

Weitere Folge­schäden

Neben den Bußgeld­stellen waren auch andere behörd­liche Abtei­lungen des Landkreises Ludwigslust-Parchim zeitweise lahmgelegt. So konnten zum Beispiel keine Corona­zahlen an das Robert Koch-Institut (RKI) übermittelt werden. Zudem bewirkte der fehlende Zugriff auf die Daten, dass die Bürge­rinnen und Bürger des Landkreises sowie der Landes­haupt­stadt den Bürger­service nicht mehr in gewohntem Umfang nutzen konnten.

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Quelle: spiegel.de , heise.de