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General­staats­an­walt­schaft hat nichts gegen Raser-Millionär in der Hand

Mit bis zu 417 Kilometer pro Stunde raste der tsche­chische Multi­mil­lionär Radim Passer im Juli 2021 über die A2 zwischen Berlin und Hannover und stellt das Video dazu gleich selbst ins Netz. Nachdem bereits die Staats­an­walt­schaft Stendal das dazuge­hörige Verfahren im Juni dieses Jahres einstellen musste, sprach nun auch die General­staats­an­walt­schaft in Naumburg den Mann im schnellen Bugatti Chiron von allen Vorwürfen frei.

Bugatti Chiron Raser über die A2 bleibt ohne Folgen.
Lutsenko_Oleksandr / shutterstock.com

Kein Bußgeld­be­scheid ohne Tempolimit

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, gab die General­staats­an­walt­schaft zwar zu bedenken, dass das Verhalten des Betrof­fenen äußerst leicht­sinnig, wenn nicht gar lebensmüde erscheinen mag. Einen Straf­tat­be­stand erfülle auch eine Fahrt mit rund 116 Metern pro Sekunde nicht, da es nun mal auf dem Strecken­ab­schnitt der Autobahn kein Tempo­limit gebe.

Auch eine grobe Verkehrs­wid­rigkeit oder Rücksichts­lo­sigkeit konnte nicht nachge­wiesen werden. Das gilt auch für den Umstand, dass der Fahrer temporär freihändig gefahren sein soll. Im Gegensatz zu Motor­rad­fahrern sei es laut General­staats­an­walt­schaft Autofahrern nicht untersagt, die Hände vom Lenkrad zu nehmen.

15 Millionen Views

Die vor Ort zuständige Polizei hatte zunächst wegen illegalem Straßen­rennen ermittelt und den Fall an die Staats­an­walt­schaft weiter­ge­geben. Auch das Bundes­ver­kehrs­mi­nis­terium zeigte sich wenig begeistert von der Hochge­schwin­dig­keits­fahrt des wohlha­benden Tschechen. Das fällige Bußgeld im Fall einer Verur­teilung hätte der Millionär wohl aus der Porto­kasse bezahlt. Wichtiger war ihm offen­sichtlich, die ganze Aktion bei YouTube online zu stellen. Bislang haben sich fast 15 Millionen User die rasante Fahrt angeschaut.

Bugatti Chiron auf der Autobahn

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Quelle: sueddeutsche.de