geblitzt? was nun?

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Geblitzt worden – was nun? Diese Frage stellt sich der Betroffene zu Recht. Schließlich können Tempo­ver­stöße, das Fahren über eine rote Ampel sowie Abstands­ver­stöße und Handy am Steuer ganz schön teuer werden. Welche Strafen der Bußgeld­ka­talog bereithält, wann der Bußgeld­be­scheid nach dem Blitzen kommt und wie Sie die Vorwürfe anfechten können, soll im Folgenden genauer unter die Lupe genommen werden…

Geblitzt worden – diese Strafen sieht der Gesetz­geber vor!

Bußgelder, Punkte, Fahrverbot! Das hört kein Autofahrer gerne. Wer aller­dings zum falschen Zeitpunkt zu fest auf das Gaspedal tritt oder am Steuer eine SMS verfasst, ist vor Sanktionen dieser Art nicht gefeit. Hier erfahren Sie, was laut Bußgeld­ka­talog bei Rotlicht-, Abstands- und Handy­ver­gehen auf Sie zukommen kann. Geschwin­dig­keits­ver­stöße für Pkw und Motor­räder haben wir nachfolgend einmal exempla­risch aufge­führt:

DeliktPunkte in FlensburgBußgeld in EuroFahrverbot
16 - 20 km/h - innerhalb geschlos­sener OrtschaftenKeine70 Euro*
Nein
16 - 20 km/h - außerhalb geschlos­sener OrtschaftenKeine60 Euro*Nein
21 - 25 km/h - innerhalb geschlos­sener Ortschaften1 Punkt80 Euro1 Monat*
21 - 25 km/h - außerhalb geschlos­sener Ortschaften1 Punkt70 EuroNein
26 - 30 km/h - innerhalb geschlos­sener Ortschaften1 Punkt100 Euro1 Monat*
26 - 30 km/h - außerhalb geschlos­sener Ortschaften1 Punkt80 Euro1 Monat*
31 - 40 km/h - innerhalb geschlos­sener Ortschaften2 Punkte160 Euro1 Monat
31 - 40 km/h - außerhalb geschlos­sener Ortschaften1 Punkt120 Euro1 Monat*
41 - 50 km/h - innerhalb geschlos­sener Ortschaften2 Punkte200 Euro1 Monat
41 - 50 km/h - außerhalb geschlos­sener Ortschaften2 Punkte160 Euro1 Monat
51 - 60 km/h - innerhalb geschlos­sener Ortschaften2 Punkte280 Euro2 Monate
51 - 60 km/h - außerhalb geschlos­sener Ortschaften2 Punkte240 Euro1 Monat
61 - 70 km/h - innerhalb geschlos­sener Ortschaften2 Punkte480 Euro3 Monate
61 - 70 km/h - außerhalb geschlos­sener Ortschaften2 Punkte440 Euro2 Monate
über 70 km/h - innerhalb geschlos­sener Ortschaften2 Punkte680 Euro3 Monate
über 70 km/h - außerhalb geschlos­sener Ortschaften2 Punkte600 Euro3 Monate
*) Das Fahrverbot in der StVO-Novelle wird wegen eines Formfehlers in allen Bundes­ländern außer Kraft gesetzt.

Bußgeld­be­scheid: Fristen & Verjährung

Fristen einhalten ist ein ganz entschei­dender Punkt in Bezug auf den Ausgang eines Bußgeld­ver­fahrens. Zum einen muss der Betroffene darauf achten, seinen Einspruch innerhalb von vierzehn Tagen einzu­legen. Zum anderen ist die Behörde verpflichtet, den Bußgeld­be­scheid innerhalb von drei Monaten zu erlassen. Macht sie das nicht, sind die Tatvor­würfe verjährt und ein Einspruch ist gar nicht mehr nötig. Eine Anhörung – ganz gleich, ob mündlich bei einer Verkehrs­kon­trolle oder schriftlich in Form eines Anhörungs­bogens – verlängert die Verjäh­rungs­frist aller­dings um weitere drei Monate.

Das Bußgeld­ver­fahren und seine Fehler­quellen

Kein Mensch ist fehlerlos – auch nicht die Mitar­beiter einer Bußgeld­stelle. Die Folge: So mancher Bußgeld­be­scheid hat durchaus formelle Fehler aufzu­weisen. Dazu gehören:

  • ein falsches Akten­zeichen
  • lücken­hafte Angaben zur beschul­digten Person
  • Fehler in der Frist­be­rechnung
  • kein angefügtes Blitzerfoto
  • keine Angaben zu Zeit, Ort und Art des Verstoßes
  • fehlende Angaben zu den Neben­folgen
  • keine Rechts­mit­tel­be­lehrung

Hierbei ist zu beachten, dass nicht ein Formfehler allein schon ausreichen muss, um die Vorwürfe zu entkräften. Zudem sind nicht alle Forma­li­täten von Bedeutung – so ist ein Bußgeld­be­scheid sehr wohl ohne Unter­schrift des Mitar­beiters der Bußgeld­be­hörde gültig. Doch auch die Technik und deren Bedienung sind fehler­an­fällig. Nicht ausrei­chend geschulte Messbeamte, unregel­mäßig gewartete und geeichte Blitzer sowie schlechte Sicht­ver­hält­nisse aufgrund von Regen, Schneefall oder Dunkelheit können die Ergeb­nisse einer Messung beein­flussen.

Wer geblitzt worden ist und einen Anhörungs­bogen oder Bußgeld­be­scheid erhalten hat, kann innerhalb von 14 Tagen Einspruch einlegen, um die Vorwürfe überprüfen zu lassen.

Geblitzt worden in der Probezeit

Ein Sonderfall bei der Sanktio­nierung von Verkehrs­ord­nungs­wid­rig­keiten stellt die Probezeit dar. Als Fahran­fänger steht man nämlich unter beson­derer Beobachtung und wird bei Verstößen härter bestraft. Hier erwartet den Fahran­fänger je nach Vergehen ein Eintrag wegen eines A- oder B-Verstoßes.

Zu den A-Verstößen zählen unter anderem Geschwindigkeits-, Überhol- und Rotlicht­ver­stöße sowie Abstands- und Mobil­te­le­fon­ver­gehen, zu den B-Verstößen das Parken auf Autobahnen und Kraft­fahr­straßen, unzurei­chende Bereifung und Kennzei­chen­miss­brauch. Je nach Anzahl und Kombi­nation der began­genen Verkehrs­ord­nungs­wid­rig­keiten kann es zu einer Verlän­gerung der Probezeit von zwei auf vier Jahre und sogar dem Entzug der Fahrerlaubnis kommen.

Nobody is perfect, auch nicht die Bußgeld­stelle. Daher gibt viele Gründe, warum Vorwürfe in einem Bußgeld­ver­fahren anfechtbar sein können!

Bußgeld­vor­würfe immer über Geblitzt.de prüfen lassen!

Um mögliche Fehler in einem Bußgeld­ver­fahren aufzu­decken, macht es Sinn, seinen Anhörungs­bogen und Bußgeld­be­scheid kostenfrei online bei Geblitzt.de einzu­reichen. Zusätz­liche Kosten und zeitauf­wendige Treffen mit Anwälten entfallen. Unser Service – die Bereit­stellung einer techni­schen Infra­struktur und Prozess­kos­ten­fi­nan­zierung – ermög­licht den Partner­an­wälten eine schnelle und einfache Bearbeitung! Im Erfolgsfall vermeiden Sie Sanktionen wie Bußgelder, Punkte in Flensburg oder Fahrverbote.

Alle durch die anwalt­liche Prüfung anfal­lenden Kosten (Anwalts­kosten, Verfah­rens­kosten) werden entweder durch uns im Rahmen einer Prozess­fi­nan­zierung oder Ihre Rechts­schutz­ver­si­cherung übernommen. Bestehen Aussichten auf Einstellung des Bußgeld­ver­fahrens wird Ihr Fall durch unsere Partner­kanz­leien nach Deckungs­zusage der Rechts­schutz­ver­si­cherung oder Finan­zie­rungs­zusage durch uns – inklusive Übernahme eventu­eller Gerichts­kosten – weiter vertreten.

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