• Lesedauer:5 min Lesezeit

Radar­falle - warum Messan­lagen und Laser­messung unerlässlich sind

Radar Blitzer, Radar­kon­trollen und Laser­messung sind nicht bei jedem Autofahrer beliebt, aber gerade deshalb so wichtig im Straßen­verkehr. Immerhin gehören Messungen mittels Radar­technik zu den wichtigsten Instru­menten, um Geschwin­dig­keits­ver­stöße zu ahnden und schweren Verkehrs­un­fällen vorzu­beugen. Seit wann es Radar­kon­trollen in Deutschland gibt, wie sie funktio­nieren, aber auch, wann Messungen zu beanstanden sind, erfahren Sie hier.

Eine mobile Radarfalle in einem VW Caddy am Straßenrand

Anhörungs­bogen oder Bußgeld­be­scheid erhalten?

Wehren Sie sich gegen Bußgeld, Punkte und Fahrverbot. Mit Geblitzt.de sparen Sie dabei Zeit und Geld.

Die Anfänge von Radar­falle und Lasermessung

Die hohe Anzahl von schwer­wie­genden Verkehrs­un­fällen in Deutschland als Folge von zu schnellem Fahren rief Mitte der 50er-Jahre den ersten Blitzer auf den Plan. Genauer gesagt wurde im Januar 1957 der bundesweit erste Testbe­trieb in Düsseldorf gestartet. Das Radar­gerät VRG 2 von Telefunken überzeugte die Verant­wort­lichen und wurde zwei Jahre später in vielen Bundes­ländern eingesetzt. 

Mittler­weile gibt es auch andere Verfahren zur Geschwin­dig­keits­messung wie Laser-Blitzanlagen (Laser­messung), Induk­ti­ons­schleifen, Piezo­sen­soren, die Licht­schran­ken­messung oder die Abschnitts­kon­trolle – auch Section Control – genannt.


Darüber hinaus sind Blitzer längst nicht mehr ausschließlich fest instal­liert. Die Standorte von statio­nären Radar­fallen wie dem Staren­kasten haben sich bei Vielfahrern und Ortskun­digen häufig schnell rumge­sprochen. Daher setzen Messbeamte und Behörden in zuneh­menden Maßen auf mobile Geräte. Diese können zum Beispiel auf ein Stativ abseits der Fahrbahn aufge­stellt oder im Heck eines geparkten Autos positio­niert werden.


Auch im Zuge anderer Messver­fahren, wie zum Beispiel der Laser­technik, wird verstärkt mobil geblitzt. Häufig im Einsatz sind der einem Anhänger ähnelnde Enforcement Trailer oder Laser­hand­mess­geräte – auch Laser­pis­tolen genannt. Zudem kann mobil mithilfe des Video­nach­fahr­systems Provida (Proof Video Data) geblitzt werden. Bei diesem fährt ein mit Abstands­sen­soren und Video­ge­räten ausge­stat­tetes Mess- bzw. Polizei­fahrzeug dem poten­ziell zu schnell fahrenden Verkehrs­teil­nehmer hinterher und erfasst dessen Geschwindigkeit.

Radar­kon­trollen gehören zu den gängigsten Messver­fahren, um Geschwin­dig­keits­ver­stöße im Straßen­verkehr aufzu­decken und zu ahnden.

Wie funktio­niert eine Radarmessung?

Die Funkti­ons­weise einer Radar­falle beruht auf dem physi­ka­li­schen Prinzip des Doppler-Effekts. Zunächst senden die Radar­kon­troll­geräte elektro­ma­gne­tische Wellen aus. Diese sogenannten Primär­si­gnale werden von den passie­renden Fahrzeugen reflek­tiert und gehen als Sekun­där­si­gnale zurück an den Sensor des Radar­blitzers. Durch die Bewegung des Fahrzeuges verändert sich die Distanz zwischen Sender und Reflektor (Fahrzeug). Im Falle eines auf die Radar­anlage zufah­renden Autos, wird das Signal dadurch gestaucht. 

Je größer diese Stauchung der reflek­tierten Wellen ist, desto höher ist die Geschwin­digkeit des betrof­fenen Verkehrs­teil­nehmers. Ob diese über dem für diesen Straßen­ab­schnitt gültigem Tempo­limit liegt, ermittelt eine Rechen­einheit, die in den Blitzer integriert ist. Kommt es zu einem Geschwin­dig­keits­verstoß, wird ein Blitzerfoto geschossen.

Wann ist eine Messung ungültig?

Wer geblitzt wird und zu schnell war, muss auch ein Bußgeld zahlen. Ist das tatsächlich immer der Fall? Keineswegs, denn bei einer Radar-Geschwindigkeitsmessung gibt es mögliche Fehler­quellen, die zu einer Einstellung des Verfahrens führen können. Dazu gehören:

  • Fehler bei Justierung und Positio­nierung des Blitzers: Ein falscher Winkel zur Fahrbahn kann zu fehler­haften Messungen führen
  • Verfäl­schung der Messung, wenn der Blitz an einem Verkehrs­schild reflek­tiert wird
  • Ungenaue Messergeb­nisse, wenn der überwachte Wagen die Fahrspur wechselt

Zudem gibt es Fehler beim Blitzen bzw. in einem Bußgeld­ver­fahren, vor denen kein Messver­fahren gefeit ist. Einige davon sind:

  • Formale Fehler wie ein fehlendes Akten­zeichen, falsche Angaben zu Ort und Zeitpunkt des Verkehrs­ver­stoßes oder ein zu spät erlas­sener Bußgeld­be­scheid mit Verjährung als Folge
  • Unregel­mäßig gewartete und geeichte Messgeräte
  • Nicht geschultes Personal zur Bedienung des Blitzers
  • Eine Blitzer­software, die zum Zeitpunkt der Messung nicht der aktuellen Version entsprach
  • Ein Blitzerfoto, auf dem Kennzeichen oder Fahrer nicht zu erkennen sind

Wie viel Toleranz gibt es beim Blitzen?

Wie gesehen, ist nicht jede Messung einwandfrei. Daher gibt der Gesetz­geber einen Toleranz­be­reich vor, um mögliche Ungenau­ig­keiten und Schwan­kungen beim Erfassen der Geschwin­digkeit zugunsten des betrof­fenen Fahrers auszu­gleichen. Folglich werden bei einer Geschwin­digkeit bis einschließlich 100 km/h von der gemes­senen Geschwin­digkeit 3 km/h abgezogen. Bei einem Tempo von mehr als 100 km/h werden 3 Prozent subtra­hiert. Beim deutlich weniger verläss­lichen Video­nach­fahr­system werden sogar 5 km/h bezie­hungs­weise 5 Prozent abgezogen. 

Der Toleranz­be­reich ist übrigens für Geschwin­dig­keits­mes­sungen innerorts und außerorts identisch.

Anhörungs­bogen oder Bußgeld­be­scheid erhalten?

Wehren Sie sich gegen Bußgeld, Punkte und Fahrverbot. Mit Geblitzt.de sparen Sie dabei Zeit und Geld.

Von einer Radar Blitzer fotogra­fiert worden? Geblitzt.de ist für Sie da!

Sie sind in eine Radar­kon­trolle geraten und haben in der Folge Post von der Bußgeld­stelle erhalten? Oder man legt Ihnen einen Rotlicht-, Abstands-, Vorfahrt-, Handy-, Halte-, Park-, bzw. Überhol­verstoß zur Last? Dann wenden Sie sich an Geblitzt.de. Reichen Sie Ihren Anhörungs­bogen und Bußgeld­be­scheid ein. Zusätz­liche Kosten und zeitauf­wendige Treffen mit Anwälten entfallen. Unser Service – die Bereit­stellung einer techni­schen Infra­struktur und Prozess­kos­ten­fi­nan­zierung – ermög­licht den Partner­an­wälten eine schnelle und einfache Bearbeitung!


Im Erfolgsfall vermeiden Sie Sanktionen wie Bußgelder, Punkte in Flensburg oder Fahrverbote. Alle durch die anwalt­liche Prüfung anfal­lenden Kosten (Anwalts­kosten, Verfah­rens­kosten) werden entweder durch uns im Rahmen einer Prozess­fi­nan­zierung oder Ihre Rechts­schutz­ver­si­cherung übernommen. Bestehen Aussichten auf Einstellung des Bußgeld­ver­fahrens, wird Ihr Fall durch unsere Partner­kanz­leien nach Deckungs­zusage der Rechts­schutz­ver­si­cherung oder Finan­zie­rungs­zusage durch uns – inklusive Übernahme eventu­eller Gerichts­kosten – weiter vertreten.

Hinter­gründe: Radar­falle

Häufige Fragen

Was ist eine Radarkontrolle?

Der erste Blitzer, der in Deutschland in den 50er Jahren zum Einsatz kam, war eine Radar­falle. Das Radar­mess­gerät arbeitet mit dem sogenannten Doppler­effekt. Dabei werden elektro­ma­gne­tische Wellen ausge­sendet und am vorbei­fah­renden Fahrzeug reflek­tiert. Je schneller das Auto fährt, desto stärker wird das Signal gestaucht und ein möglicher Tempo­verstoß kann nach Auslösen des Blitzer­fotos geahndet werden.

Wie funktio­niert eine Radarfalle?

Bei einem Radar-Blitzer wird ein Strecken­ab­schnitt überwacht, indem das Gerät elektro­ma­gne­tische Wellen aussendet. Passiert ein Verkehrs­teil­nehmer diese Stelle, werden die Radar­wellen des Messge­rätes von dem Fahrzeug reflek­tiert und an die Radar­falle zurück­ge­sendet. Durch den Abstand zwischen Fahrzeug und Blitzer wird die Geschwin­digkeit ermittelt und im Falle eines Verstoßes ein Blitz ausgelöst.

Wann blitzt eine Radarfalle?

Eine Radar­falle blitzt, sobald ein Fahrzeug mit zu hoher Geschwin­digkeit den überwachten Straßen­ab­schnitt passiert hat. Vor dem Auslösen des Blitzes wird der Tempo­verstoß durch das Aussenden von Radar­wellen erfasst, welche die Geschwin­digkeit anhand des Abstands zwischen Auto und Blitzer ermitteln können.