Das 2. Mal in der Probezeit geblitzt

Ein A-Verstoß oder zwei B-Verstöße (= 1 Stufe):

  • Stufe 1: Die Probezeit verlängert sich um zwei Jahre. Zudem wird ein Aufbau­se­minar (ASF = Aufbau­se­minar für Fahran­fänger) angeordnet.
  • Stufe 2: Es wird eine Verwarnung ausge­sprochen und empfohlen an einer verkehrs­psy­cho­lo­gi­schen Beratung teilzu­nehmen.
  • Stufe 3: Dem Fahran­fänger wird die Fahrerlaubnis entzogen. Eine Neuer­teilung ist frühestens nach drei Monaten möglich.

 
In der Probezeit erneut geblitzt? Das sind die Folgen 1

A- und B-Verstöße – Was ist der Unter­schied?

Ist die Fahrprüfung erstmal bestanden, muss sich ein Fahran­fänger zwei Jahre bewähren. Begeht er in der Probezeit eine Ordnungs­wid­rigkeit, wird diese je nach Schwere in einen A- oder B-Verstoß unter­teilt. Der Eintrag des Verstoßes geht einher mit den üblichen Sanktionen. Handelt es sich lediglich um eine gering­fügige Ordnungs­wid­rigkeit, hat der Neuein­steiger nichts weiter als ein Verwarngeld von bis zu 60 Euro zu befürchten. Im Unter­schied dazu, handelt es sich bei A-Verstößen um schwer­wie­gende Regel­miss­ach­tungen. Diese sind in Folgendem aufge­listet:

  • Überschreitung der Höchst­ge­schwin­digkeit um mehr als 20 km/h (innerorts und außerorts)
  • Handy­ver­stöße
  • Rotlicht­ver­stöße
  • Abstands­ver­gehen
  • Nicht­ein­haltung des Überhol­verbots
  • Verstoß gegen die 0,0 Promil­le­grenze
  • Missachtung der Vorfahrt mit Gefährdung
  • Unfall­flucht
  • Unter­lassene Hilfe­leistung
  • Geister­fahren: Fahren entgegen der Fahrt­richtung sowie Wenden oder Rückwärts­fahren auf der Autobahn oder Kraft­fahr­straße

Die nachfol­gende Auflistung beinhaltet die sogenannten B-Verstöße. Diese sind nicht so schwer­wiegend. Dennoch werden zwei B-Verstöße wie ein A-Verstoß gewertet und haben in der Summe auch die gleichen Konse­quenzen:

  • Fahren ohne Betriebs­er­laubnis
  • Parkver­stöße auf der Autobahn oder der Kraft­fahr­straße
  • Abbiegen mit Gefährdung oder Behin­derung von Fußgängern oder Radfahrern
  • Gefährdung oder Behin­derung von Personen an Halte­stellen öffent­licher Verkehrs­mittel
  • Gefährdung oder Behin­derung von Schul­kindern an einem haltenden Schulbus
  • Missbrauch von Kennzeichen
  • Fahrzeug­mängel (z.B. zu geringe Profil­tiefe der Reifen)
  • Fehlende Winter­reifen bei entspre­chenden Verhält­nissen
  • Fahren ohne Licht bei schlechten Sicht­ver­hält­nissen
  • Abgelau­fener TÜV

Das 2. Mal in der Probezeit geblitzt

Handelt es sich um einen A-Verstoß oder es wurden zwei B-Verstöße begangen, verlängert sich zusätzlich zu den Maßnahmen aus dem Bußgeld­ka­talog die Probezeit um zwei Jahre und der Betroffene muss ein Aufbau­se­minar absol­vieren. Doch was passiert, wenn dem Fahran­fänger wiederholt ein Vergehen vorge­worfen wird? Bei einem erneuten A-Verstoß oder zwei B-Verstößen erteilt die Behörde dem Fahrer eine schrift­liche Verwarnung und legt ihm nahe, innerhalb von 2 Monaten an einer verkehrs­psy­cho­lo­gi­schen Beratung teilzu­nehmen. Diese ist jedoch freiwillig. Beim dritten Mal (ein A-Verstoß oder zwei B-Verstöße) entzieht die Führer­schein­stelle dem Betrof­fenen die Fahrerlaubnis. Nach 3 Monaten kann diese neu erteilt werden.

Führer­schein­stelle – Was ist der Unter­schied zur Bußgeld­stelle?

Die spezi­ellen Maßnahmen, die im Zuge der Verstöße einem Fahran­fänger drohen, werden nicht von der Bußgeld­stelle durch­ge­führt, sondern von der für den Wohnsitz zustän­digen Führer­schein­stelle. Doch was bedeutet das für den Fahran­fänger? Im Gegensatz zur Bußgeld­stelle hat die Führer­schein­stelle beim Ergreifen der Maßnahme kein Ermessen, denn es handelt sich um zwingende Vorschriften. Demnach ist es nicht möglich, die Maßnahmen durch einen Vortrag der persön­lichen Situation oder der Zahlung eines bestimmten Geldbe­trages zu vermeiden.

Verstoß in der Probezeit? Kosten­freie Hilfe dank Geblitzt.de

Wenn Sie in der Probezeit einen Tempo-, Handy- oder Rotlicht­verstoß begangen haben sollen, können Sie Ihren Anhörungs­bogen oder Bußgeld­be­scheid bei Geblitzt.de einreichen. Zusätz­liche Kosten und zeitauf­wendige Treffen mit Anwälten entfallen. Unser Service – die Bereit­stellung einer techni­schen Infra­struktur und Prozess­kos­ten­fi­nan­zierung – ermög­licht den Partner­an­wälten eine schnelle und einfache Bearbeitung! Im Erfolgsfall vermeiden Sie Sanktionen wie Bußgelder, Punkte in Flensburg oder Fahrverbote.

Alle durch die anwalt­liche Prüfung anfal­lenden Kosten (Anwalts­kosten, Verfah­rens­kosten) werden entweder durch uns im Rahmen einer Prozess­fi­nan­zierung oder Ihre Rechts­schutz­ver­si­cherung übernommen. Bestehen Aussichten auf Einstellung des Bußgeld­ver­fahrens, wird Ihr Fall durch unsere Partner­kanz­leien nach Deckungs­zusage der Rechts­schutz­ver­si­cherung oder Finan­zie­rungs­zusage durch uns – inklusive Übernahme eventu­eller Gerichts­kosten – weiter vertreten.

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