Handy am Steuer: Das No-Go im Straßenverkehr

Telefo­nieren im Auto gehört für viele Verkehrs­teil­nehmer längst zum Arbeits­alltag oder ist eine willkommene Abwechslung auf langen Stecken. Doch aufge­passt! Ob private Gespräche mit dem Partner daheim oder schnell noch mal den Chef anrufen, um die wichtigsten Details für das Business-Meeting am nächsten Tag zu klären – das Benutzen des Handys im Fahrzeug kann teuer werden.

Eine Person hält ein Handy in der Hand während sie hinter dem Steuer sitzt.

Das gilt zudem für das Ablesen des Displays, Musik hören mit dem Smart­phone, Kurznach­richten schreiben, einen einge­henden Anruf wegdrücken oder Sprach­auf­nahmen mit dem Handy tätigen. Auch Autote­lefone und weitere Kommu­ni­ka­ti­ons­geräte wie Laptops und Tablets dürfen nicht beim Fahren in Betrieb genommen werden. Erlaubt hingegen ist die Verwendung einer Freisprech­anlage oder des Mobil­funk­te­lefons als Navi, wenn es dafür in einer passenden Halterung instal­liert ist. Auch wenn das Fahrzeug steht und der Motor abgestellt ist, darf das Handy im Auto zum Telefo­nieren oder Schreiben einer SMS genutzt werden.

Welche Strafen den Fahrer beim Einsatz von Mobil­funk­te­le­fonen – bezie­hungs­weise elektro­ni­schen Geräten im Allge­meinen – erwarten, ist im Bußgeld­ka­talog des Kraftfahrt-Bundesamts eindeutig geklärt. Die Sanktionen reichen von 1-2 Punkten in Flensburg über 75-200 Euro Bußgeld bis hin zu Fahrverbot bei Benutzung eines Handys mit Gefährdung oder Sachbe­schä­digung als Folge. Werden Sie an einer Ampel oder wegen eines Geschwin­dig­keits­ver­stoßes geblitzt und halten zudem Ihr Handy in der Hand, haben Sie gleich zwei Verkehrs­ord­nungs­wid­rig­keiten begangen. In der Regel wird dann die zu leistende Zahlung um die Hälfte des gerin­geren Bußgeldes reduziert. Die Neben­folgen jedoch (Punkte, Fahrverbot) werden für jedes Delikt vollum­fänglich getragen.

Bußgeld­ka­talog elektrische Geräte

Delikt  Bußgeld  Punkte  Fahrverbot 
Elektro­ni­sches Gerät rechts­widrig benutzt 
… beim Führen eines Fahrzeugs  100 €  1 Punkt 
… mit Gefährdung  150 €  2 Punkte  1 Monat 
… mit Sachbeschädigung  200 €  2 Punkte  1 Monat 
Beim Führen eines Kraft­fahr­zeuges verbots­widrig ein techni­sches Gerät zur Feststellung von Verkehrs­über­wa­chungs­maß­nahmen betrieben oder betriebs­bereit mitgeführt  75 €  1 Punkt 

Was Sie über einen Handy­verstoß wissen sollten …

Erwischt! Oder doch nicht? Das ist die Frage, wenn ein Anhörungs­bogen oder Bußgeld­be­scheid bei Ihnen im Brief­kasten steckt. Handelt es sich um einen Handy­verstoß, liegt der Fall für die Behörde im Gegensatz zu anderen verkehrs­recht­lichen Verstößen meisten ziemlich klar auf bezie­hungs­weise in der Hand: Denn wenn durch eine Polizei­kon­trolle oder anhand des Blitzer­fotos eindeutig belegbar ist, dass der Fahrer mit einem Mobil­funk­te­lefon hantiert hat, wird es schwie­riger, dagegen vorzu­gehen. Da es sich aber immer um Einzel­fall­ent­schei­dungen handelt, sollte man den Bußgeld­vorwurf stets prüfen lassen.

Bei welchen Sachlagen Sie Ihren Handy­verstoß anfechten können, erfahren Sie hier:

  • Einzel­fall­ent­schei­dungen diverser Oberlan­des­ge­richte haben dem Kläger recht gegeben, wenn das Mobil­funk­te­lefon im ausge­schal­teten Zustand innerhalb des Fahrzeugs lediglich an eine andere Stelle gelegt wurde.
  • Einem weiteren Einspruch wurde statt­ge­geben, bei dem es darum ging, dass der Autofahrer sein Handy nur an die Ladestation angeschlossen hatte. Auch das Aufheben eines herun­ter­ge­fal­lenen Telefons fällt nicht zwangs­läufig unter den Tatbe­stand des Handyverstoßes.
  • Hat der Fahrer nachweislich einen Notruf an Polizei, Feuerwehr oder Rettungs­kräfte getätigt, wird das Verfahren eingestellt.

Bußgeld­be­scheid erhalten? Geblitzt.de ist für Sie da!

Ihnen wird vorge­worfen, beim Fahren das Handy am Ohr oder in der Hand gehalten zu haben? Bevor Sie vorschnell das Bußgeld zahlen, übermitteln Sie Ihre Unter­lagen online bei Geblitzt.de. Zusätz­liche Kosten und zeitauf­wendige Treffen mit Anwälten entfallen. Unser Service – die Bereit­stellung einer techni­schen Infra­struktur und Prozess­kos­ten­fi­nan­zierung – ermög­licht den Partner­an­wälten eine schnelle und einfache Bearbeitung! Im Erfolgsfall vermeiden Sie Sanktionen wie Bußgelder, Punkte in Flensburg oder Fahrverbote.

Alle durch die anwalt­liche Prüfung anfal­lenden Kosten (Anwalts­kosten, Verfah­rens­kosten) werden entweder durch uns im Rahmen einer Prozess­fi­nan­zierung oder Ihre Rechts­schutz­ver­si­cherung übernommen. Bestehen Aussichten auf Einstellung des Bußgeld­ver­fahrens wird Ihr Fall durch unsere Partner­kanz­leien nach Deckungs­zusage der Rechts­schutz­ver­si­cherung oder Finan­zie­rungs­zusage durch uns – inklusive Übernahme eventu­eller Gerichts­kosten – weiter vertreten.

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